Über mich

Ich weiß, wie es ist, andere gut zu verstehen – und sich selbst dabei aus dem Blick zu verlieren.

ALEXANDRA PICHLER · MEIN WEG

Lange spürte ich, was andere brauchten. Meine eigenen Bedürfnisse nahm ich oft erst später wahr.

Ich bin Alexandra. Seit mehr als zehn Jahren begleite ich Menschen als Coach. Ich bin Unternehmensberaterin und zertifizierte Mediatorin. Und ich kenne die Frage, die viele zu mir führt, auch aus meinem eigenen Leben: Wie finde ich zwischen all den Erwartungen wieder heraus, was ich selbst brauche?

Schon als Kind nahm ich Stimmungen und Spannungen sehr genau wahr. Ich spürte, wenn etwas im Raum stand, das niemand aussprach. Früh Verantwortung zu übernehmen und mich anzupassen, wurde für mich selbstverständlich. Vieles zu bemerken bedeutete allerdings noch lange nicht, gut für mich selbst sorgen zu können.

Human Design hat mir später eine Sprache für Erfahrungen gegeben, die ich lange nur gespürt hatte. In meinem Chart sind sechs der neun Zentren offen, darunter das Emotionalzentrum. Für mich war das ein Anlass, bewusster hinzusehen: Was nehme ich bei anderen wahr? Was beschäftigt mich selbst? Und wo brauche ich eine Grenze?

Diese Fragen begleiten mich bis heute. Auch in meiner Arbeit: aufmerksam sein für mein Gegenüber und zugleich Raum lassen für dessen eigene Wahrnehmung.

Ich darf meiner eigenen Art vertrauen.

Ich hatte früh gelernt, mich auf andere einzustellen. Human Design hat mich dazu gebracht, eine Frage ernster zu nehmen, die dabei oft zu kurz kam: Passt das, was ich tue, eigentlich auch zu mir?

Ich musste schon immer „meins“ machen.

Kleidung von der Stange war nie wirklich meins. Ich wollte mich in dem wiederfinden, was ich trage – in meinem eigenen Stil, meiner eigenen Kombination, meinem eigenen Ausdruck. Dass mich selbst fremde Menschen auf mein Styling und mein Gespür für Design ansprechen, freut mich besonders. Darin wird etwas von mir sichtbar, ohne dass ich es erklären muss.

Beim Kochen ist es genauso. Ein Rezept ist für mich eher eine Anregung. Ich kann mich kaum genau daran halten, weil ich schon beim Zubereiten meinen eigenen Flavour hineinbringe. Es wird verändert, kombiniert und ausprobiert – und am Ende steht ein Gericht da, das schmeckt und ganz meins geworden ist.

Dieser schöpferische Drang begleitet mich mein Leben lang. Als ich meinen Kanal 1–8, den Kanal der Inspiration, kennenlernte, erkannte ich mich darin wieder. Im Human Design beschreibt er individuellen kreativen Ausdruck und den Beitrag, der daraus für andere entstehen kann. Für mich hat das viel mit der Freude zu tun, etwas Eigenes entstehen zu lassen: einem Geschmack, einem Stil, einer Idee eine Form zu geben, die meine Handschrift trägt.

Ich sehe schon, was entstehen kann.

Beim Einrichten erlebe ich das besonders deutlich. Wo noch nichts steht und andere sich kaum vorstellen können, was daraus werden soll, sehe ich den Raum innerlich bereits fertig. Farben, Formen und die Atmosphäre verbinden sich für mich zu einem Gesamtbild. Ähnlich ist es beim Styling: Ich sehe, wie einzelne Dinge zusammenwirken können, bevor sie tatsächlich zusammenkommen.

„Umfänglich sehen“ beschreibt für mich dieses Erfassen eines Gesamtbildes. Beim Gestalten hilft es mir, Möglichkeiten zu erkennen und ihnen Schritt für Schritt eine sichtbare Form zu geben.

Dieses Sehen begleitet mich auch in der Begegnung mit Menschen.

Oft sage ich über den Zustand eines Menschen: „Siehst du das nicht bei der Person?“ Für mich ist dann etwas deutlich wahrnehmbar, das anderen gar nicht auffällt. Mit „sehen“ meine ich das tatsächlich wörtlich. Ich sehe etwas an diesem Menschen, das mir einen Eindruck davon gibt, wie es ihm gerade geht – manchmal schon, bevor er selbst etwas darüber sagt.

Dass andere das häufig nicht genauso wahrnehmen, überrascht mich immer wieder. Für mich ist es so unmittelbar, dass ich im ersten Moment davon ausgehe, es müsste auch für mein Gegenüber sichtbar sein. Dieses feine Wahrnehmen ist eine Fähigkeit, die mir sehr am Herzen liegt und die mir in meiner Arbeit hilft.

Wenn wir miteinander sprechen, fließt sie in mein Zuhören und meine Fragen ein. Ich spreche behutsam an, was mir auffällt, und wir schauen gemeinsam, was davon zu deinem Erleben passt. So kann auch etwas Raum bekommen, für das du selbst vielleicht noch keine Worte gefunden hast.

Meine Kraft braucht eine Richtung, die zu mir passt.

Ich kenne den Unterschied zwischen einer Aufgabe, für die ich brenne, und einer, durch die ich mich mit viel Disziplin hindurcharbeite. Von außen kann beides nach Einsatz und Erfolg aussehen. Für mich fühlt es sich völlig anders an. Lange habe ich viel geleistet. Heute nehme ich ernster, wofür ich meine Kraft einsetze. Der Kanal 14–2, der im Human Design Energie und Richtung verbindet, berührt für mich genau diese Frage: Wohin fließt meine Kraft – und finde ich mich in diesem Weg wieder?

Ich möchte als Mensch gesehen werden – mit dem, was ich geben kann, und mit meinen Grenzen.

Menschen haben mir oft viel zugetraut. Manchmal haben sie dabei auch etwas in mir gesehen, dem ich gar nicht entsprechen konnte. Vertrauen und Erwartung können sehr nah beieinanderliegen. Für mich steckt darin eine persönliche Frage: Sieht mein Gegenüber mich – oder vor allem die Hilfe und die Antworten, die es sich von mir erhofft?

Im Human Design wird dieses Thema bei der fünften Linie als Projektion beschrieben. Andere verbinden mit einem Menschen die Hoffnung, dass er eine Lösung für sie hat, noch bevor sie ihn wirklich kennen. Bleibt diese Hoffnung unerfüllt, kann daraus Enttäuschung werden. Das berührt Beziehungen und die Frage, wie viel Verantwortung man für die Erwartungen anderer übernimmt.

Mein Profil 5/1 hat mir geholfen, hier genauer hinzusehen. Ich darf deutlich sagen, wobei ich unterstützen kann und wo meine Grenzen liegen. Gleichzeitig brauche ich selbst etwas, worauf ich mich verlassen kann: gründliches Wissen, Erfahrung und ein Verständnis, das tiefer geht als eine schnelle Erklärung. Darin finde ich die erste Linie meines Profils wieder.

So möchte ich dir auch begegnen: gut vorbereitet, aufmerksam und ehrlich darin, was ich beitragen kann. Du sollst dich mit deinem eigenen Erleben zeigen können – auch dort, wo es in keine fertige Beschreibung passt.

Ich muss mir meinen Wert nicht verdienen.

Eine andere Erkenntnis hat mich auf eine stillere Weise berührt: Mein Herz-Egozentrum ist vollständig offen – ohne eine einzige Toraktivierung. Im Human Design geht es hier um Willenskraft, Selbstwert und den Druck, sich beweisen zu müssen.

Die Beschäftigung damit hat mir geholfen, milder mit mir selbst zu werden. Ich muss meinen Wert nicht daran messen, wie viel ich schaffe, wie konsequent ich durchhalte oder ob ich die Erwartungen anderer erfülle. Ich darf eine Grenze haben. Ich darf etwas nicht schaffen. Und ich darf mich dabei trotzdem achten.

Besonders entlastend ist für mich dieser Gedanke: Ich habe nichts zu beweisen, um wertvoll zu sein. Wenn ich merke, dass ich wieder hart mit mir werde, kann ich mich daran erinnern. Auch darin liegt für mich der Wert von Human Design: mir selbst mit mehr Verständnis zu begegnen und mir die Freundlichkeit zuzugestehen, die ich anderen so selbstverständlich entgegenbringe.

Meine Geschichte verstehen. Meinen Töchtern anders begegnen.

Besonders persönlich wurde diese Auseinandersetzung für mich als Mutter.

In meiner Kindheit gab es Erfahrungen, die lange nachwirkten. Das Gefühl, unerwünscht zu sein. Früh erwachsen werden zu müssen. Mich anzupassen, um einen Platz zu haben. Als ich selbst Mutter wurde, wollte ich verstehen, was ich davon mitgenommen hatte – und wie ich meinen Kindern anders begegnen konnte.

Auch das Chart meiner Mutter wurde für mich zu einem Ausgangspunkt, unsere Beziehung neu zu betrachten. Ich begann, mehr von ihren Umständen, ihren Grenzen und ihrer eigenen Geschichte zu sehen. Dadurch veränderte sich mein Blick auf das, was zwischen uns gewesen war. Mit der Zeit wurde Vergebung möglich.

Meine Mutter lebt nicht mehr. Der Frieden, den ich mit ihr gefunden habe, ist mir geblieben.

Heute habe ich zwei Töchter. Ich möchte sie in ihrer Eigenständigkeit sehen: mit Bedürfnissen, Reaktionen und Wegen, die sich von meinen unterscheiden dürfen. Human Design gibt mir dafür immer wieder Denkanstöße. Die Frage, die mich dabei leitet, ist sehr einfach: Sehe ich gerade mein Kind – oder meine Vorstellung davon, wie es sein sollte?

Mein Leben funktionierte. Bis ich nicht mehr einfach weitermachen konnte.

Bevor ich ins Coaching und in die Beratung ging, war ich Führungskraft bei Sony Music und baute Marketing und HR in einer Anwaltskanzlei auf. Ich kenne Verantwortung, Tempo und den Anspruch, auch dann noch eine Lösung zu finden, wenn es längst zu viel geworden ist.

Diese Jahre haben mir viel gegeben. Sie haben mir aber auch gezeigt, dass beruflicher Erfolg und innere Zufriedenheit sehr weit auseinanderliegen können.

Gesundheitliche Beschwerden wurden schließlich zu einem Wendepunkt. Ich konnte meine Grenzen nicht länger so behandeln, als wären sie verhandelbar. Ich begann, mich ernsthafter damit auseinanderzusetzen, wie ich leben und arbeiten wollte.

Im Human Design bin ich ein Manifestierender Generator mit sakraler Autorität. Für mich wurde die Beschäftigung damit zu einer Einladung, meine körperlichen Reaktionen bewusster wahrzunehmen. Wo ist Interesse? Wo entsteht Energie? Und wann versuche ich, mich von etwas zu überzeugen, das sich für mich längst nicht mehr stimmig anfühlt?

Meine Erfahrung aus der Wirtschaft bringe ich heute in die Begleitung mit. Ich weiß, dass Erkenntnisse auch in einen Alltag mit Verantwortung, Beziehungen und Verpflichtungen passen müssen.

Du musst noch nicht wissen, wohin.

Es gibt Phasen, in denen der bisherige Weg nicht mehr passt und der nächste noch nicht erkennbar ist. Auch diese Ungewissheit kenne ich.

In meinem Human Design trägt mein Inkarnationskreuz den Namen „Transpersonales Kreuz der Ungewissheit“. Ich finde darin ein Thema wieder, das auch meine Arbeit prägt: mit offenen Fragen bleiben zu können, ohne sofort eine fertige Antwort daraus machen zu müssen.

Wenn du zu mir kommst, darf etwas widersprüchlich sein. Du kannst etwas wollen und gleichzeitig davor zurückschrecken. Du kannst viel über dich wissen und trotzdem an derselben Stelle festhängen.

Wir nehmen uns Zeit, genauer hinzusehen. Was ist gerade unklar? Was spürst du bereits? Und welcher nächste Schritt lässt sich daraus für dich entwickeln?

72 - 20251217 Alexandra Pichler (c) Martin Jordan (72)

Wie ich dich begleite

Genau hinsehen. Verständlich werden.

Ich verbinde meine Erfahrung aus Coaching, Unternehmensberatung und Mediation mit Human Design. Wir schauen auf Zusammenhänge und machen sie an Situationen aus deinem Leben greifbar.

Platz für das, was du selten aussprichst.

Auch Zweifel, Ärger, Scham oder ein inneres Nein dürfen zur Sprache kommen. Du bestimmst, was du teilen möchtest. Ich höre zu, frage nach und begegne dir mit Respekt.

Etwas mitnehmen, das im Alltag weiterwirkt.

Aus unserem Gespräch entwickeln wir konkrete Impulse zum Ausprobieren. Du kannst beobachten, was sich für dich verändert – bei Entscheidungen, im Umgang mit anderen oder darin, wie du deine Grenzen wahrnimmst.

Du darfst mit einer offenen Frage kommen.

Vielleicht gibt es etwas in meiner Geschichte, das du wiedererkennst. Vielleicht beschäftigt dich eine ganz andere Frage.

In deinem Reading schauen wir auf dein Chart und das, was dich gerade bewegt. Du brauchst dafür weder Vorwissen noch eine fertig formulierte Erklärung. Wir beginnen dort, wo du gerade bist.

Entdecke, welches Reading zu deinem Anliegen passt.

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